Die extrem rechte Gruppierung "pro NRW" will Ende März eine "internationale Konferenz für ein Minarettverbot" im Ruhrgebiet abhalten. Damit möchte sie offenbar am zweifelhaften Erfolg der Schweizer Volksabstimmung im vergangenen November teilhaben. Einzelheiten der rechtsextremen Veranstaltung wurden nun von "pro NRW" veröffentlicht.
Wie schon so oft wird es auch im Jahr 2010 diverse Mahnwachen von "pro NRW" geben, bei denen sich etwa zwei Dutzend Rentner tummeln werden, um sich mit Holzkreuzen und Deutschlandfahnen gegen die offenbar so schrecklichen Gefahren der vorgeblich omnipräsenten "Islamisierung" und "Türkisierung" zu wehren. So plant die selbsternannte "Bürgerbewegung" am 26. März eine ganze Mahnwachenserie, die als "Auftakt eines islamkritischen Aktionswochenendes" dienen sollen. Stattfinden sollen die Mini-Kundgebungen demnach in Oberhausen, Essen, Mülheim an der Ruhr, Gelsenkirchen, Herten und Bochum. Um 10 Uhr wollen sich die Rechtspopulisten zeitgleich an der DITIB-Moschee in Oberhausen-Lirich sowie am "Zentrum für Bildung und Integration" in der Hertener Paschenbergstraße versammeln. Um 12 Uhr will "pro NRW" dann die DITIB-Moschee in Gelsenkirchen-Horst und die türkisch-islamische Gemeinde in Mülheim an der Ruhr heimsuchen. Zum frühen Nachmittag sind dann noch "Mahnwachen" vor der Moschee in Essen-Katernberg und der islamischen Gemeinde in Bochum geplant.
Ein volles Programm also, angesichts dessen mit Recht bezweifelt werden darf, dass es so durchgeführt werden wird, wie von "pro NRW" nun vollmundig angepriesen. Die äußerst dünne Personaldecke der pro-Bewegung dürfte dabei noch das geringste Problem darstellen. Viel mehr genießt die "Bürgerbewegung" im Ruhrgebiet keinen allzu großen Rückhalt und verfügt auch nicht über einen größeren Bekanntheitsgrad wie im Rheinland. Darüber hinaus ist es auch das erste Mal überhaupt, dass die Rechtspopulisten öffentliche Kundgebungen außerhalb des Rheinlandes abhalten. Ein riskantes Manöver, das mit großer Wahrscheinlichkeit ein noch erbärmlicheres Laientheater mit rechtsextremem Anstrich werden wird, als der ohnehin schon blamable Kölner Anti-Islam-Kongress mit maximal etwa 150 Teilnehmern im letzten Mai.
Auch der "große Sternmarsch", den "pro NRW" am 28. März unter dem Motto "Abendland in Christenhand" plant, scheint nicht gerade erfolgsversprechend für die vermeintliche "Bürgerbewegung" zu sein. Von mehreren Ruhrgebietsstädten aus soll es dabei mit "bis zu 2000 Teilnehmern" zur Großmoschee in Duisburg-Marxloh gehen, wo die rechte Gruppierung "ein deutliches Zeichen für den Erhalt unserer christlich-abendländischen Kultur in Deutschland" setzen will, so der Pro-Vorsitzende Markus Beisicht. Das Teilnehmerpotential für diesen Sternmarsch ist dabei allerdings denkbar gering: Die Ankündigung eines "Sternmarsches" mit bis zu "2000 Teilnehmern" ist in etwa so realistisch wie die überheblichen Ankündigungen 2008 und 2009, in Köln "Großkundgebungen" mit "mehr als 1000 Teilnehmern" durchzuführen. Sowohl "pro Köln" als auch "pro NRW" verfügen definitiv nicht über das Potential für eine solch gewaltige Mobilisierung. Die Teilnehmerzahl auf Seiten der Gegenaktivitäten dürften deren geplante Veranstaltungsgröße dementsprechend erneut mühelos übersteigen.
Wie schon im vergangenen Juni, als "pro NRW" im Gelsenkirchener Schloss Horst seinen "Parteitag" völlig abgeschottet von der Öffentlichkeit durchführte und selbst Journalisten die Berichterstattung unmöglich gemacht wurde, wird auch die "internationale Konferenz" selbst vor der Öffentlichkeit abgeschirmt. Wiederum im Rahmen eines "Parteitages" soll er "in repräsentativen Räumlichkeiten einer großen Ruhrgebietsmetropole" stattfinden, wie es von Seiten der pro-Bewegung hieß. Auch hier darf wieder stark angezweifelt werden, ob denn die angekündigten "politischen Delegationen der erfolgreichsten rechtsdemokratischen bzw. rechtspopulistischen Parteien Europas" überhaupt an der geplanten Konferenz teilnehmen werden. Schon längst scheint "pro NRW" international als Hütchenspieler-Partei der unseriösesten Sorte verschrien zu sein, die selbst Vertreter der extremen Rechten wie Jean-Marie Le Pen als Vorsitzender des "Front National" von einer Teilnahme an den schlecht besuchten wie primitiv wirkenden Veranstaltungen abzuschrecken scheint.
Unterdessen äußerten sich auch Vertreter der etablierten Politik und der Gewerkschaften zu den Plänen der rassistischen Vereinigung. Von ihnen wird insbesondere die Forderung nach einem breiten Protest gegen die Veranstaltungen von "pro NRW" laut. Dabei werden im demokratischen Rahmen auch Verbote in Betracht gezogen. Der DGB-Vorsitzende Rainer Bischoff kündigte gegenüber "Der Westen" bereits an, der DGB werde gemeinsam mit anderen Widerstand entwickeln. Auch zahlreiche lokale Gruppierungen planen Gegenaktivitäten für das letzte Märzwochenende.
Wie schon so oft wird es auch im Jahr 2010 diverse Mahnwachen von "pro NRW" geben, bei denen sich etwa zwei Dutzend Rentner tummeln werden, um sich mit Holzkreuzen und Deutschlandfahnen gegen die offenbar so schrecklichen Gefahren der vorgeblich omnipräsenten "Islamisierung" und "Türkisierung" zu wehren. So plant die selbsternannte "Bürgerbewegung" am 26. März eine ganze Mahnwachenserie, die als "Auftakt eines islamkritischen Aktionswochenendes" dienen sollen. Stattfinden sollen die Mini-Kundgebungen demnach in Oberhausen, Essen, Mülheim an der Ruhr, Gelsenkirchen, Herten und Bochum. Um 10 Uhr wollen sich die Rechtspopulisten zeitgleich an der DITIB-Moschee in Oberhausen-Lirich sowie am "Zentrum für Bildung und Integration" in der Hertener Paschenbergstraße versammeln. Um 12 Uhr will "pro NRW" dann die DITIB-Moschee in Gelsenkirchen-Horst und die türkisch-islamische Gemeinde in Mülheim an der Ruhr heimsuchen. Zum frühen Nachmittag sind dann noch "Mahnwachen" vor der Moschee in Essen-Katernberg und der islamischen Gemeinde in Bochum geplant.
Ein volles Programm also, angesichts dessen mit Recht bezweifelt werden darf, dass es so durchgeführt werden wird, wie von "pro NRW" nun vollmundig angepriesen. Die äußerst dünne Personaldecke der pro-Bewegung dürfte dabei noch das geringste Problem darstellen. Viel mehr genießt die "Bürgerbewegung" im Ruhrgebiet keinen allzu großen Rückhalt und verfügt auch nicht über einen größeren Bekanntheitsgrad wie im Rheinland. Darüber hinaus ist es auch das erste Mal überhaupt, dass die Rechtspopulisten öffentliche Kundgebungen außerhalb des Rheinlandes abhalten. Ein riskantes Manöver, das mit großer Wahrscheinlichkeit ein noch erbärmlicheres Laientheater mit rechtsextremem Anstrich werden wird, als der ohnehin schon blamable Kölner Anti-Islam-Kongress mit maximal etwa 150 Teilnehmern im letzten Mai.
Auch der "große Sternmarsch", den "pro NRW" am 28. März unter dem Motto "Abendland in Christenhand" plant, scheint nicht gerade erfolgsversprechend für die vermeintliche "Bürgerbewegung" zu sein. Von mehreren Ruhrgebietsstädten aus soll es dabei mit "bis zu 2000 Teilnehmern" zur Großmoschee in Duisburg-Marxloh gehen, wo die rechte Gruppierung "ein deutliches Zeichen für den Erhalt unserer christlich-abendländischen Kultur in Deutschland" setzen will, so der Pro-Vorsitzende Markus Beisicht. Das Teilnehmerpotential für diesen Sternmarsch ist dabei allerdings denkbar gering: Die Ankündigung eines "Sternmarsches" mit bis zu "2000 Teilnehmern" ist in etwa so realistisch wie die überheblichen Ankündigungen 2008 und 2009, in Köln "Großkundgebungen" mit "mehr als 1000 Teilnehmern" durchzuführen. Sowohl "pro Köln" als auch "pro NRW" verfügen definitiv nicht über das Potential für eine solch gewaltige Mobilisierung. Die Teilnehmerzahl auf Seiten der Gegenaktivitäten dürften deren geplante Veranstaltungsgröße dementsprechend erneut mühelos übersteigen.
Wie schon im vergangenen Juni, als "pro NRW" im Gelsenkirchener Schloss Horst seinen "Parteitag" völlig abgeschottet von der Öffentlichkeit durchführte und selbst Journalisten die Berichterstattung unmöglich gemacht wurde, wird auch die "internationale Konferenz" selbst vor der Öffentlichkeit abgeschirmt. Wiederum im Rahmen eines "Parteitages" soll er "in repräsentativen Räumlichkeiten einer großen Ruhrgebietsmetropole" stattfinden, wie es von Seiten der pro-Bewegung hieß. Auch hier darf wieder stark angezweifelt werden, ob denn die angekündigten "politischen Delegationen der erfolgreichsten rechtsdemokratischen bzw. rechtspopulistischen Parteien Europas" überhaupt an der geplanten Konferenz teilnehmen werden. Schon längst scheint "pro NRW" international als Hütchenspieler-Partei der unseriösesten Sorte verschrien zu sein, die selbst Vertreter der extremen Rechten wie Jean-Marie Le Pen als Vorsitzender des "Front National" von einer Teilnahme an den schlecht besuchten wie primitiv wirkenden Veranstaltungen abzuschrecken scheint.
Unterdessen äußerten sich auch Vertreter der etablierten Politik und der Gewerkschaften zu den Plänen der rassistischen Vereinigung. Von ihnen wird insbesondere die Forderung nach einem breiten Protest gegen die Veranstaltungen von "pro NRW" laut. Dabei werden im demokratischen Rahmen auch Verbote in Betracht gezogen. Der DGB-Vorsitzende Rainer Bischoff kündigte gegenüber "Der Westen" bereits an, der DGB werde gemeinsam mit anderen Widerstand entwickeln. Auch zahlreiche lokale Gruppierungen planen Gegenaktivitäten für das letzte Märzwochenende.

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